Ärzte Zeitung, 12. September 2002
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Finger weg von Kahlköpfen, Frühjahrslorcheln und Co!

Es gibt mehr giftige Lamellenpilze als Schwammpilze

Grundsätzlich gilt, daß es unter den Lamellenpilzen mehr giftige Vertreter als unter den Schwammpilzen gibt. Giftige Schwammpilze führen meist nur zu Magen-Darmbeschwerden. Welcher Pilz am häufigsten zu Vergiftungen führt, darauf will sich Dagmar Eckart von der Giftinfozentrale in Mainz nicht festlegen.

"Auch durch eine falsche Zubereitung kann eine Mahlzeit mit Speisepilzen Symptome verursachen", so die Pilzexpertin.

Zu den gefährlichen Sorten gehört natürlich der Knollenblätterpilz, der wie etwa der fleischrosa Schirmling oder der Nadelholzhäupling eine Leberschädigung verursacht. Doch auch andere Pilze, deren Giftigkeit nicht so bekannt ist, können zu Vergiftungen führen.

So berichtet Eckart etwa vom kahlen Krempling, der noch bis vor einiger Zeit als Speisepilz eingestuft wurde. Eckart: "Es hat sich gezeigt, daß es nach häufigem Verzehr dieses Pilzes zu einer Art allergischer Reaktion kommen kann, wobei die Erythrozyten zerfallen."

Leberschädigung und Zerfall der Erythrozyten verursachen der Riesenmorchel und die Frühjahrslorchel. Außerdem gibt es Pilze, die auf das ZNS wirken - etwa der Fliegenpilz oder der Pantherpilz - und Pilze, die eine Rauschsymptomatik verursachen. Zu diesen Pilzen gehören etwa die Kahlköpfe. (sko)

 

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