| aponet.de (Portal der deutschen Apotheker) vom 22.1.2002 |
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| Drogenkonsumenten greifen vermehrt zu "Bio"-Drogen sell In der Drogenszene ist «Bio» in. Konsumenten greifen häufiger zu Naturdrogen. «Der Glaube, dass Rauschmittel aus natürlichen Substanzen weniger schaden, ist dabei auch ausschlaggebend», sagte Manfred Rabes, Leiter der Niedersächsischen Landesstelle gegen Suchtgefahren in Hannover. Doch natürliche Drogen seien nicht weniger gefährlich als synthetische, warnt der Sozialwissenschaftler. Er leitete fünf Jahre lang ein europäisches Verbundprojekt zum Aufspüren neuer Drogentrends. Die Unerfahrenheit mit der Dosierung berge die meisten Risiken beim Drogenkonsum. Vor allem natürliche Substanzen, die über den Magen aufgenommen werden, könnten ihre volle Wirkung oft erst nach mehreren Stunden entfalten. Oft merke der Konsument erstmal nichts und nehme immer mehr ein. Umfragen unter Konsumentengruppen in Hamburg, Amsterdam und Manchester haben laut Rabes ergeben, dass besonders Pilze, so genannte «Magic Mushrooms», und Extrakte aus Nachtschattengewächsen wie der Tollkirsche und der Engelstrompete zunehmend beliebter werden. «Diese natürlichen halluzinogenen Drogen führen Bewusstseinsveränderungen herbei. Nach der Einnahme wird die Umgebung mit den Sinnen anders wahrgenommen», erklärte er. Auch pflanzliches Ecstasy (Ephedra-Präparate) und Cannabisprodukte würden von der Hauptkonsumentengruppe der 15- bis 25-Jährigen seit einiger Zeit häufiger eingenommen. «Was konsumiert wird, unterliegt immer Angebot und Nachfrage», sagte Rabes. Magic Mushrooms und Samen, mit denen man eine eigene Zucht anlegen könnte, gebe es zum Beispiel in Holland frei zu kaufen. Der Import sei allerdings strafbar. Die Gesetzgebung und deren Lockerung könnte erklären, warum der Trend zu Cannabisprodukten in jüngster Zeit zunimmt. «Die Schwelle des Ausprobierens ist sicherlich herabgesetzt.» Quelle: dpa |
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