Der Tages-Anzeiger am 06.07.2001
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Partydrogen beschlagnahmt

Zürich. - Die Polizei hat am Mittwoch eine Aktion gegen die so genannten Smart Shops, welche unter anderem die Partydroge GHB anbieten, durchgeführt. In gleichzeitig durchgeführten Hausdurchsuchungen in den Kantonen Zürich, Bern, St. Gallen und Solothurn wurden gegen 3000 GHB-Ampullen sichergestellt, wie die Kantonspolizei Zürich mitteilte. In Zürich seien zudem mehrere Kilo "Zauberpilze" sowie Bargeld beschlagnahmt worden.

Auf Grund von Anpreisungen im Internet hat die Polizei auch den Wohnort der drei Geschäftsinhaber in Zürich durchsucht, wo die GHB-Ampullen "unter äusserst unhygienischen Umständen" hergestellt worden seien. Dabei wurden weitere 22 Liter fertiges GHB sowie Rohmaterial zur Herstellung von 40 000 GHB-Ampullen gefunden. Gemäss Polizei beträgt der Einzelverkaufspreis einer Ampulle 20 Franken. Die Herstellung koste dagegen weniger als 20 Rappen pro Fläschchen.

GHB kann zu Kreislaufkollaps und Herzstillstand führen, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Die Substanz ist laut Polizeisprecher Karl Steiner nicht dem Betäubungsmittelgesetz unterstellt. Sie falle unter das Giftgesetz, und das heisse, dass die Verkäufer über eine Giftbewilligung und die Käufer über einen Giftschein verfügen müssten. (SDA/TA)

 

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