Aus der aktuellen Ausgabe der "Winterthurer Woche"
Nr. 1996-44
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Bereits die Azteken kannten die berauschende
Wirkung der "Magic Mushrooms"

 

Drogenpilze aus dem Tösstal



Winterthurer im Pilzrausch: Im Tösstal und an anderen Orten sammeln Sie die "Magic Mushrooms". Diese enthalten eine LSD ähnliche Substanz. Konsum und Handel wären eigentlich verboten. Doch die Stadtpolizei Winterthur weiss nichts davon.

Kommentar:
Drogenpilze: Gefahr verkannt



Die Drogenpilze sind gefährlich: "Selbst bei einer Normalration können psychisch labile Menschen auf einen Horrortrip geraten und dabei die Schwelle zu bleibendem Wahn, zur Psychose überschreiten", ist diese Woche im deutschen Magazin "Der Spiegel" zu lesen. In Hamburg stürzte sich ein junger Mann im Pilzrausch aus einem Hochhausfenster. In den USA verursachte eine Pilzkonsumentin einen Verkehrsunfall. Im kantonalen Labor (Zürich) warnt man davor, dass bei regelmässigem Konsum das Zentralnervensystem angegriffen werden kann. Trotzdem: Obwohl sie dem Betäubungsmittelgesetz untersteht, wird die Droge von der Polizei kaum beachtet. Dass man bei der Stadtpolizei Winterthur nicht einmal von deren Existenz weiss, erschüttert. Die Pilze wachsen vor den Toren der Stadt und werden in einschlägigen Kreisen regelmässig konsumiert. Darauf zu vertrauen, dass sich das Problem von selbst löst, weil die Pilze vom Aussterben bedroht sind, wäre fatal. Bereits blüht der Schwarzhandel mit Pilzen, Sporen und Zücht-Utensilien auf Internet. Die Gefahr der alten, neuen Modedroge darf nicht unterschätzt werden.
René Donzé

 

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