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Psilocybin
& Psilocin medizinisch betrachtet |
Wie giftig sind die in den halluzinogenen
Pilzen vorhandenen Substanzen Psilocybin ist eine recht verträgliche Substanz,
das heisst ihre Toxizität ist sehr gering, wenn man den Abstand von
der wirksamen Dosis zur lethalen Dosis* Natürlich darf man diese Rechnung nicht leichtfertig
auf den Menschen anwenden. Komplikationen können auch bei tieferen
Dosen vorkommen und hängen nicht zuletzt von der eigenen körperlichen
Verfassung ab. LD50 PSILOCYBIN (Lethal
Dose, 50%)
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Psilocybin und LSD sind sich auch in ihrer Giftigkeit sehr ähnlich, denn auch bei LSD sind erst 500 bis 600 fache Überdosen tödlich, wobei jedoch angemerkt werden muß, daß LSD im Mycro- und Psilocybin im Milligramm-bereich dosiert werden. Rein vom Gewicht her ist LSD also leichter überzudosieren, es sollte jedoch ein finanzielles Problem darstellen soviel LSD zusammenzubekommen. Körperliche Effekte treten bei Psilocybineinnahme nicht auf. Die Wirkung ist eben sehr ähnlich der des LSD, jedoch ist die Wirkungsdauer etwas geringer. LSD wirkt ca. 8 bis 15 Stunden, Psilocybin ca. 6 bis 8 Stunden. Die eigentlichen Wirkungen des Psilocybin liegt auf der Änderung des Wahrnemungsvermögens, also Intensivierung der Farben, Halluzinatorische Erfahrungen auf allen sensorischen Gebieten und subjektives Gefühl des Verstehens allumfassender Sachverhalte. Das übliche Drogenscreening erfaßt Psilocybine (noch) nicht! Die Wirkstoffe Psilocin und Psilocybin können im Urin mittels HPLC-UV-Chromatographie und/oder GC/MS (Gaschromatographie/Massenspektrometrie) nachgewiesen werden. Ähnlich wie bei LSD ist dies auch bei diesen Substanzen nur kurzzeitig möglich. In normalern oder erweiterten Drogentests wird Psilocybin (noch) nicht standardmässig erfasst. 65% des Psilocybins wird innerhalb von 8 h nach dem Konsum über den Urin ausgeschieden. 15-20% bleibt im Körper theoretisch nachweisbar für einige Wochen.
Übliche Drogentests testen normalerweise auf folgende Substanzen:
Unten aufgeführt sind die getesteten Substanzen und ihre Nachweisdauer nach dem Konsum
Also: es nicht ausgeschlossen, den Kosum von psilocybinhaltigen Pilzen nachzuweisen. Doch bedeutet es einen zusätzlichen (Geld)aufwand weshalb solche Tests nur bei einem dringenden Verdacht angewandt werden. |
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Die chemischen Substanzen Psilocybin und
Psilocin bilden eine Toleranz, was bedeutet, dass sich der Körper
an die Substanz gewöhnt hat und mehr davon braucht, um den gleichen
Effekt erzielen zu können. Diese Toleranz ist jedoch nicht auf
Psliocybin/Psilocin beschränkt, sondern wirkt auch auf andere Substanzen.
Diese sogenannte "Kreuztoleranz"
ist besonders ausgeprägt zum LSD,
jedoch auch, etwas schwächer, zu THC
und Meskalin, denen völlig verschiedene
Wirkprinzipien zugrunde liegen, die auch einer ganz anderen Stoffgruppe
angehören, sind von dieser Kreuztoleranz betroffen. Zwischen Ecstasy und Rauschpilzen besteht keine Kreuztoleranz. Das bedeutet, dass Ecstasy anders auf Serotonin wirkt als Psilos. Ecstasy, genau wie auch das in manchen Kreisen populäre Antidepressiva "Prozac", sorgen für einen künstlich erhöhten Serotoninspiegel. Beide Substanzen blockieren eine erneute Aufnahme des Serotonins in Richtung Nervenzellen. Wer es selbst schon einmal ausprobiert hat, wird wissen, dass Psilocybin (im Vergleich zu THC und insbesondere zu harten Drogen) keine Flucht bedeuten kann. Dadurch dass die momentane seelische Verfassung und verdrängte Probleme des Users im Wesentlichen verstärkt und intensivitiert werden, wird die Gefahr, Zauberpilze als Verdrängung der Realität einzusetzten, gemindert - aber trotzdem möglich.
Um die Verwendung von Psilocybin/Psilocin in der Schulmedizin
zu verdeutlichen sei hier Albert
Hofmann als Quelle gennannt, der in seinen Labors bei
Sandoz (Basel, Schweiz) die wirksame Substanz der Zauberpilze isolierte
und später synthetisierte.
Pilze in der shamanischen Medizin
In Mexiko,
und wahrscheinlich auch anderen Teilen der Erde wurde Psilocybin in Form
von Pilzen als Geschenk der Götter verehrt (was sich auch in seinem
mexikanischen Namen "Fleisch der Götter" wiedersiegelt. Die Pilze
wurden hier, ebenso wie in der heutigen Medizin die reine Substanz, als
Mittel zur Austreibung böser Geister (Psychotherapie) und als Hilfsmittel
bei sakralen Ritualen genutzt. Auch die Nutzung der Pilze für seherische
Zwecke ist bekannt und wird selbst heute noch genutzt um z.B. etwas über
Verwandte in der Fremde, den Verbleib von Diebesgut, oder andere nicht
herkömmlich beantwortbare Fragen zu erfahren.
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