| Bundesministerium für Inneres (Österreich) |
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http://www.zauberpilz.com |
Cannabis ist nach wie vor die gebräuchlichste illegale
Droge. Hanf wächst auf allen Kontinenten. Die Vereinten Nationen
schätzen die weltweite Anbaufläche auf 1.800.000 Hektar mit
einer geschätzten Produktion von 20.000 bis 30.000 Tonnen pro Jahr. In-Door-Produktion. Cannabis wird vermehrt zu Hause angebaut,
auf dem Balkon, im Garten oder unter künstlicher Beleuchtung im Keller.
Mit aufwendigen Beleuchtungs- und Bewässerungsanlagen wird versucht,
THC-reiche Hanfpflanzen zu ziehen. Vor allem in den Niederlanden wird
Cannabis in großen Stil angebaut. Bei Cannabis aus den Gewächshäusern
wurde ein THC-Gehalt von bis zu 35 Prozent festgestellt. Die in Medien geäußerte Vermutung, Hanfpflanzen
seien durch Gen-Manipulation hochwirksam geworden, bestätigen Experten
nicht. Das deutsche Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden hat keine Informationen
darüber. Der hohe THC-Gehalt könne laut BKA durch Ausnützung
der wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Cannabis-Züchtung
erzielt werden. Auch Dr. Robert Hirz von der kriminaltechnischen Zentralstelle
des Bundesministeriums für Inneres in Wien bestätigt, dass Hanf
mit hohem THC-Gehalt durch Züchtung erreicht werde. Magic Mushrooms. Drogenfahnder stoßen in Österreich
seit einem Jahr vermehrt auf psychotrope Pilze. Der braune Pilz Psilocybin,
dessen Genuss eine ähnliche Wirkung wie LSD hervorruft, wird häufig
im Umfeld von Marihuana konsumiert. Beamte des Gendarmeriepostens Angern an der March (Niederösterreich) entdeckten im Mai in einem Gewächshaus eine Kultur "narrischer Schwammerln". Auch die Schweiz ist Umschlagplatz für Drogenpilze. Im Kanton St. Gallen wurden bei behördlichen Kontrollen im Jahr 1998 in etwa jedem dritten Hanfladen auch psychotrope Pilze oder Pflanzen gefunden. Die Ladenbesitzer gaben an, nicht zu wissen, wozu diese Pilze gut seien und wie sie angewendet würden. Die Preise schwanken zwischen 20 und 100 Franken für ein bis acht Gramm. Über die gleichen Kanäle werden auch mescalinhältige Kakteen vertrieben. Die Drogenpilze sind gefährlich. "Selbst bei geringer Dosis können psychisch labile Menschen auf einen Horrortrip geraten und dabei die Schwelle zu bleibendem Wahn, zur Psychose überschreiten", berichtete das deutsche Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". In Hamburg stürzte sich ein junger Mann im Pilzrausch aus einem Hochhausfenster. In letzter Zeit zeichnet sich ein Trend zu halluzinogenen Pilzen in der Techno-Szene ab. Siegbert Lattacher
Marihuana wird aus den getrockneten Blättern, Blüten
und Stängeln des Hanfs gewonnen; Haschisch ("Shit") aus
dem Harz der Drüsenhaare. Haschisch und Marihuana werden mit Tabak
vermischt geraucht (Joint), aber auch als Tee konsumiert. Der Rausch wird
als entspannter, euphorischer Zustand beschrieben, der die Aufmerksamkeit,
das Denken und das Zeitgefühl ändert. "Magic-Mushrooms" Der bekannteste psilocybinhaltige Pilz Europas ist der "Spitzkegelige Kahlkopf". Er gehört zur Gattung der "Psilocybe" (Kahlköpfe) und wächst vor allem auf gedüngten Wiesen. Die psychoaktiven Inhaltsstoffe sind Psilocin und Psilocybin. Die "Psilos" werden getrocknet entweder gegessen, geschnupft oder geraucht. Sie rufen eine ähnlich halluzinogene Wirkung hervor wie LSD. Die Überdosis führt zu Vergiftungserscheinungen. Wirksame Dosen beginnen bei drei bis sechs Gramm der Reinsubstanz. |