| Amanita
muscaria ist ein wunderschöner Pilz, der in lichten Wäldern
- besonders unter jüngeren Birken, Kiefern und Pinien
- gedeiht. Er kann eine Höhe von
20 bis 23 cm erreichen. Der halbkugelförmig gewölbte und fast
flach auslaufende Hut misst ausgereift zwischen 8 und 20 cm. Es kommen
drei Varietäten des Fliegenpilzes vor: eine mit hochrotem Hut und
weissen Warzen. die man in der Alten Welt und im nordwestlichen Teil
Nordamerikas findet, und eine andere mit gelbem oder orangefarbenem
Hut und gelblichen Warzen, die im Osten und im Zentrum Nordamerikas
heimisch ist. Eine rein weisse Varietät findet sich in Idaho (USA).
Der zylindrische Stiel mit dem knolligen Grund ist weiss, 1 bis 3 cm
dick und trägt einen deutlich sichtbaren gelblich-weissen Ring.
Dieser Pilz, vielleicht das älteste Halluzinogen in der Geschichte
der Menschheit, wurde mit dem altindischen Soma identifiziert.
Kultur
& Geschichte
Die
Verwendung als Rauschmittel
Von
der Verwendung von Fliegenpilzen als Rauschmittel
rate ich dringend ab !
- benutze lieber etwas anderes -
Im
Vergleich zu Psilocybinpilzen sollte man bei Pilzen der Amanitagattung
sehr vorsichtig mit der Dosierung sein. Während der Fliegenpilz
und der Pantherpilz als eßbar gelten, gibt es auch Amanitaarten
deren Verzehr tödlich
endet: Dazu zählen alle Knollenblätterpilze.
Da der Wirkstoffgehalt von Pilzen stark schwankt, sollte man sich vorsichtig
an die richtige Dosis heran tasten. Nimmt man den Pilz auf nüchternen
Magen, kann man die Übelkeit vermindern.
Eine Wirksame Dosis sollte schon in einem viertel bis halben Pilz enthalten
sein. Durch den schwankenden Wirstoffgehalt ist dies aber nicht unbedingt
gesichert. Ganz sicher schickt man sich mit einer mittleren Dosis von
ein bis vier Pilzen auf einen Trip. Aber VORSICHT: Der Wirkstoffgehalt
eines Amanitapilzes kann um bis zu 500% schwanken. Man sollte sich am
Anfang auf keinen Fall mehr als einen Pilz gönnen. Sollte die Wirkung
nicht wie gewünscht ausfallen, kann man beim nächsten mal
noch mehr zu sich nehmen.
NIE PILZE "NACHWERFEN", FALLS DIE GEWÜNSCHTE
WIRKUNG NICHT EINTRITT.
Während eine Überdosierung bei Psilos aus finanziellen und
konsumtechnischen Gründen schwierig zu bewerkstelligen ist, erreicht
man diese bei Fliegenpilzen mit angeblich 12 Pilzen. Genaue Angaben
kann man nicht machen, da es bisher nur wenig Fälle von Fliegenpilzgenuß
mit Todesfolge gibt.
Einnahme
von Fliegenpilzen
Bei
Fliegenpilzen kann der ganze Fruchtkörper des Pilzes verzehrt werden.
Allerdings sollte dieser vorher gut getrocknet werden, da ansonsten
Übelkeit und Erbrechen auftreten können. Es ist auch möglich
den ganzen Fliegenpilz, bzw. die Haut des noch feuchten Pilzes abzulösen,
zu trocknen und zu rauchen.
Da ein Grossteil des Wirkstoffs unverändert über den Urin
ausgeschieden wird ist es theoretisch möglich wenn vielleicht auch
nicht besonders schmackhaft diesen von einer Person zu trinken, welche
einen Amanitarausch hatte, was früher aber tatsächlich praktiziert
wurde. |
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