Letzten Donnerstag
hatte ich mit zwei Freunden meinen zweiten Pilztrip.
Ich hatte alles schon lange geplant und freute mich auf unsere gemeinsame
Reise, denn mein erster Pilztrip war eine sehr positive Erfahrung
und ein mir unvergessliches Erlebnis.
Alles war gut vorbereitet. Gemeinsam packten wir unsere Sachen. Nahmen
Brote, Tee, ein Buch zum reinschreiben, ne Decke, Zigaretten und etwas
Gras mit.
Wir waren alle etwas nervös, aber guter Stimmung. Das Wetter
war recht kühl und neblig, doch immerhin regnete es nicht. Meine
Mutter fuhr uns auf einen nahe gelegenen Rebberg. Dort oben ist ein
Platz mit einem Kriegsdenkmal aus dem 1. Weltkrieg. Drum herum stehen
mehrere große Tannen. Ich war dort schon des Öfteren um
einen Joint zu rauchen oder einfach nur so und dachte mir diese Stelle
sei gut geeignet um zu trippen. So kam es dass wir gegen 12.00 Uhr
Mittags die Pilze dort zu uns nahmen. Bei mir zu hause hatten wir
sie bereits genau abgewogen und zerkleinert. Jeder von uns nahm 2,5
g Cubensis zu sich wobei J leider die Hälfte ausspuckte. Wichtig
zu erwähnen ist vielleicht noch, dass meine beiden Freunde J
und S noch nie zuvor Pilze genommen hatten und sich nun auf ihre erste
Reise begaben.
Als wir die Pilze also eingenommen hatten, breiteten wir eine Decke
aus und gingen dann aus dem Tannenkreis raus um etwas herum zu laufen.
Da wir die Pilze zerkleinert hatten und sie auf nüchternen Magen
zu uns genommen hatten, erwarteten wir die erste Wirkung des Psilocybins
schon recht früh. Nach ca. 10 Minuten herumlaufen ohne etwas
zu merken beschlossen wir wieder zu unserem rituellen Tripplatz zurück
zu kehren.
Gerade als wir in den Tannenkreis eintraten verspürten wir ziemlich
gleichzeitig die erste Wirkung:
Das Tuch, welches wir auf dem Boden ausgebreitet hatten schien zu
pulsieren und zu atmen. Es nahm merkwürdigen Muster und Formen
an. Ich wusste jetzt geht es los! Den anderen bedeutete ich sich hin
zu setzen und die Augen zu schließen. Bei geschlossenen Augen
sah ich alle mögliche Formen und Muster von Gelbtönen. Es
war einfach ein unheimlich schöner Anblick. Bei offenen Augen,
sah ich blaugraue Tropfen von den Tannen hängen die sich auf
unterschiedlichste Weise verformten. Ich legte mich einfach nur zurück
und genoss diese Farbenpracht. Leider hielt dieser Zustand nicht lange
an, denn S fing plötzlich an total zu lachen. Zuerst nervte mich
dies etwas und ich meinte sie solle doch ruhig sein und ihren Trip
einfach nur genießen, doch sie konnte nicht auf hören zu
lachen und schließlich wurde ich von ihrem Lachflash angesteckt
und wir lachten beide. J verhielt sich dagegen eher ruhig. S und ich
lachten, dann legte ich mich wieder ruhig hin, schloss die Augen und
genoss die Farbenpracht, dann lachte ich wieder mit S, zog mich daraufhin
wieder in meine eigene Welt zurück und staunte erneut über
die diversen Farben und Muster. Das ganze schien sich ständig
zu wiederholen und ich merkte wie ich in eine Zeitschlaufe geriet.
Mein Verstand war noch da, doch ich merkte wie ich mehr und mehr in
die andere Welt gezogen wurde. Während S und Ich lachten und
scherzten, schrieb J in das mitgebrachte Buch und schien total in
seiner eigenen Welt zu sein.
Irgendwann saßen wir dann alle im Kreis und S versuchte auch
etwas ins Buch zu schreiben, doch ihre Haare versanken andauernd im
Buch. Als ich selbst etwas ins Buch schrieb, bemerkte ich, dass der
Stift im Buch versank. Dies fand ich sehr amüsant was weitere
Lachflashs auslöste.
Bis dahin dachte ich der Trip würde nicht so stark werden, doch
wie sich später zeigte hatte ich mich deutlich getäuscht,
denn das bisher Geschehene war nur die Vorstufe. Der tatsächliche
Trip sollte erst richtig beginnen?
S wollte ihr mitgebrachtes Brot verzehren und ich zündete mir
die erste Zigarette an. Sie fragte ob das Brot wirklich für sie
sei und ich versicherte ihr dass ich es extra für sie geschmiert
habe, doch sie biss erst hinein als J bemerkte dass sogar ihr Name
auf dem Brot geschrieben stand. Sie aß und aß doch ihr
Brot ging einfach nie weg. In dem Moment bemerkte ich dass auch meine
Zigarette nie kürzer wurde. Ich rauchte und rauchte, doch sie
wurde einfach nicht kürzer. Irgendwer von uns kam dann auf die
Idee einen Joint zu bauen und ich reichte gleich darauf J die dafür
benötigten Dinge: Gras, Filter, ne Kippe und ein Mischblatt.
Er fing gleich darauf an zu bauen, doch auch das kam mir wie eine
Ewigkeit vor. S aß immer noch ihr Brot und ich versicherte ihr
dass sie so viel essen könne wie sie wolle, ihr Brot würde
ja doch nie weg gehen. Meine Zigarette war nach langem ziehen schließlich
doch leer.
Zu diesem Zeitpunkt waren wir alle schon voll im Trip und J bereute
es, dass er einen Großteil der Pilze ausgespuckt hatte. Ich
spürte dass jeder von uns eine wichtige Aufgabe zu erfüllen
hatte. Genau das hatte ich auch schon in meinem ersten Trip! Ss
Aufgabe bestand darin dass sie ihr Brot aufessen musste und Js
Aufgabe war die Tüte zu bauen. Ich überlegte was denn meine
Aufgabe sei die ich zu erfüllen hatte. Nach langem Nachdenken
wusste ich es: Meine Aufgabe war es alle wieder sicher zurück
zu bringen. Ich musste auf die anderen aufpassen und hatte zu sorgen
dass sie sich während des Trips wohlfühlten. Von da an machte
ich mir große Sorgen ob ich meine Pflicht wirklich erfülle.
Ich hatte Angst dass wir da nie wieder rauskommen und für immer
in einer ewig langen Zeitschlaufe blieben. Doch mein innerer Verstand
sagte mir dass das ja nur die Pilze sind und wir auf jeden Fall wieder
rauskommen. Ich sagte mir ich müsse diesen Trip jetzt genießen
und redete mir Mut zu. Dies half etwas und ich war einigermaßen
beruhigt.
Als ich bemerkte dass S immer noch ihr Brot hatte sagte ich sie solle
es doch endlich fortwerfen, damit es weg ist und aus meinem Blickfeld
verschwindet, doch sie lachte nur und aß weiter. J hingegen
hatte seine Aufgabe erfüllt: Der Joint war gebaut und er nahm
bereits die ersten Züge. Da bemerkte ich dass sein ganzes Äußeres,
seine Kleider, seine Haltung etc., dass dies perfekt zu dem Joint
passte. Alles passte total gut zusammen. Als der Joint zu mir kam
inhalierte ich tief, doch irgendwie verspürte ich keine Wirkung.
Als ich zu S hinüberblickte bemerkte ich, dass ihr Brot endlich
weg war und war sehr erleichtert. Sie hatte ihre Aufgabe auch erfüllt!
Im Trip ist es doch immer total wichtig dass man seine Aufgaben erfüllt!!
Plötzlich hatte ich das Gefühl dringend etwas kaputt machen
zu müssen und wollte fast schon das Kabel meines Mp3-Players
zerreißen, doch J hielt mich Gott sei dank zurück. Also
riss ich eine leere Seite aus dem mitgebrachten Buch hinaus und betrachtete
sie eine Weile. Wie schön doch Papier war! Ich zerknüllte
das Blatt. Es fühlte sich alles so intensiv an! Es tat unheimlich
gut dieses Papier zu zerknüllen. Dann riss ich es in kleine Fetzen
und gab J ein Stück Papier. Er versuchte es ebenfalls zu zerreißen,
doch irgendwie bekam er es nicht hin.
Wir betrachteten noch weiter Gegenstände und bewunderten sie.
Als ich einen Schluck Tee zu mir nahm, hatte ich das Gefühl dies
zum ersten Mal zu tun. Es war eine ganz neue Erfahrung für mich
zu trinken! Ein fast unbeschreibliches Gefühl!
Dann liefen plötzlich Leute mit ihrem Hund vorbei. Das brachte
uns total durcheinander und vor allem J fühlte sich durch ihre
Anwesenheit sehr gestört. Sie schauten zu uns herüber und
wir versuchten uns einigermaßen normal zu verhalten. Ein glück
waren sie dann schnell wieder aus unserem Blickfeld verschwunden.
Irgendwann merkte ich dass ich pinkeln musste, doch ich hatte gar
keine Lust auf zu stehen, denn ich fühlte mich gestresst, doch
irgendwann wurde der Druck so hoch, dass ich schließlich doch
aufstand um mich nach einer geeigneten Stelle um zu sehen. Von da
an merkte ich dass alles so ungemütlich und unangenehm war. Mich
widerte es an zu pinkeln und mein ganzer Körper kam mir dreckig
und versifft vor, obwohl ich erst am Tag zuvor geduscht hatte. Doch
das Pinkeln tat gut und ich fühlte mich erleichtert.
Als ich wieder zu den anderen zurückkehrte fiel mir als erstes
die Unordnung auf. Alles lag kreuz und quer herum und wirkte so asozial.
Nachdem ich äußerte wie es hier aussehe und dass wir später
dringend aufräumen müssten, setzte ich mich wieder. Wie
ich so da saß bemerkte ich plötzlich etwas sehr Sonderbares:
Meine Jeans! Sie schien zu leben! Auf der Oberfläche waren Unmengen
von Mustern und Einkerbungen zu sehen. Sie schien 6 Dimensional zu
sein und zu atmen! Als ich die anderen darauf aufmerksam machte, waren
auch sie verblüfft von dem unglaublichen Anblick. Wir starrten
bestimmt eine viertel Stunde (vielleicht auch länger. Ich habe
keinen Plan) auf meine Jeans und bewunderten diese Vielzahl von Dimensionen.
Eigenartigerweise waren auf Ss und Js Jeans nicht solche
Dinge zu erkennen, nur auf meiner, obwohl meine Hose eine einfache
Stretchjeans ist.
Langsam wurde uns kalt. Meine Haare fühlten sich verknotet an
und meine Kleider waren unangenehm. Dazu kam noch die mich so störende
Unordnung hinzu und ich fragte die anderen ob wir nun aufräumen
könnten um uns so langsam auf den Rückweg zu machen. Ich
kam überhaupt nicht mit der Zeit klar! Obwohl erst ca. 2 Stunden
vergangen waren, hatte ich das Gefühl der ganze Tag sei schon
vergangen und ich hatte nun ernsthafte Bedenken wie wir wieder da
raus und zurückkommen. Am liebsten wäre ich einfach sitzen
geblieben und hätte die Zeit abgewartet, doch ich musste meine
Aufgabe erfüllen, nämlich alle sicher nach Hause zu bringen!
Ich fühlte mich für alles verantwortlich, da ich ja als
Einzige Erfahrung mit psychoaktiven Pilzen hatte. Dieses Gefühl
beunruhigte mich so sehr dass ich beschloss nun sofort auf zu brechen.
Die anderen willigten ein und wir begannen auf zu räumen. Als
wir alles zusammengepackt hatten, traten wir hinaus. Was ich dann
erlebte ist fast nicht beschreibbar:
Draußen herrschte ein unglaublicher Orkan! Der Wind blies total
stark, es herrschte eine Eiseskälte und an den Bäumen hingen
überall Eiszapfen! Die Kälte durchfuhr meinen ganzen Körper.
Ich hatte das Gefühl weggeweht zu werden. Ich fühlte mich
selbst wie ein Bestandteil der Luft. Ja, ich war tatsächlich
ein Bestandteil der Luft! Es war wirklich ein unbeschreibliches Gefühl!
Gleichzeitig spürte ich die Macht der Götter um mich herum.
Im Nachhinein verwundert mich dies, denn ich bin überhaupt nicht
religiös, doch in diesem Moment wurde mit richtig bewusst was
für eine Macht die Götter doch haben!
Wir froren nun alle und begaben uns auf den Rückweg. Der starke
Orkan, der in Wirklichkeit natürlich gar nicht da war, und dieses
Gefühl ein Bestandteil der Luft zu sein verschwand nun wieder.
Wieder begann ich nach zu denken wie wir nach hause kommen. Schließlich
holte ich mein Handy aus der Tasche und irgendwie bekam ich es dann
auch hin meine Mutter an zu rufen um ihr zu sagen sie solle uns abholen.
Auch das Laufen kam mir unheimlich lange vor, doch schließlich
kamen wir tatsächlich am abgemachten Treffpunkt an. Die Sonne
schien nun auch wieder und uns wurde wärmer. Irgendwie konnte
ich mir nicht vorstellen dass wir wirklich abgeholt werden und in
die normale Welt eintauchen sollten, doch nach kurzem Warten fuhr
tatsächlich der Wagen meiner Mutter heran und wir waren erleichtert.
Wir stiegen ein und sie fragte uns wie es war, doch uns war nicht
nach reden, denn wir befanden uns noch mitten im Trip- waren immer
noch total drauf!
Auf der Rückfahret beteuerte vor allem S wie heftig sie noch
auf Pilze sei und auch ich war noch komplett in der Pilzwelt.
Als wir bei mir zu hause waren zogen wir uns sofort in mein Zimmer
zurück und wieder fiel mir die Unordnung auf! Wir saßen
lange Zeit einfach nur herum, dachten nach und bewunderten die Formen
und Muster die sich immer noch stark an allen Wänden abzeichneten.
In meinem Zimmer fiel mir zum ersten Mal auf wie scharf ich sah! Alles
sah ich haarscharf genau. Langsam begann ich mich auch wieder wohler
zu fühlen. Trotz der Unordnung, beruhigte mich mein Zimmer.
Schließlich machte sich J auf den Heimweg. Er wirkte total in
sich gekehrt. Ich glaube er hatte einen ähnlichen Trip wie ich
zum ersten Mal. Als er weg war saßen S und ich bestimmt noch
eine Stunde auf meinem Bett. Keiner von uns sagte etwas. Wir saßen
einfach nur da und betrachteten unser Umfeld. Mir ging es nun wieder
völlig gut, obwohl ich leichtes Kopfweh verspürte. Ich versank
komplett in meinem Bett. Schien mit meinem Bett verschmolzen zu sein!
Die verschiedenen Blautöne waren alle gestochen scharf. Die Rohre
der Heizung ließen sich problemlos verbiegen. Als ich mich im
Spiegel betrachtete stellte ich fest dass meine Augen nur noch aus
Pupillen bestanden. Das blaue in meinen Augen war komplett verschwunden.
Krass! Mein Gesicht verzog sich zu einer Grimasse und schien zu zerfließen.
Ich fand das voll cool. Pilze sind echt einfach nur geil!
Plötzlich hatte S die Idee Schach zu spielen und ich willigte
ein. Wir bauten also das Brett auf und spielten schweigend. Die Figuren
zogen mich magisch an. Sie waren rund und weich und schienen mir die
richtigen Züge zu zeigen. Alles war in bläuliches Licht
getaucht. Alles war so wunderschön.
Schließlich gab S die Partie auf. Ich hatte gewonnen! Als wir
einen Apfel aßen, merkte ich wie gut dieses Obst schmeckt! Eine
unglaublich wertvolle Gabe diese Frucht! Doch bevor ich hineinbiss
betrachtete ich diesen Apfel bestimmt 5 Minuten. Ich war fasziniert
von diesem Anblick. Noch nie habe ich einen Apfel so geschätzt
und noch nie habe ich so intensiv geschmeckt!
Auch S wollte sich so langsam auf den Weg machen. Ich gab ihr Licht
für das Fahrrad, doch irgendwie bekamen wir es nicht gebacken
dieses Licht zu befestigen. Überhaupt bekamen wir überhaupt
nichts mehr gebacken! Schließlich konnten wir es nach langem
Bemühen doch befestigen und sie fuhr nach hause. Wie sie dies
schaffte ist mir immer noch ein Rätsel. 10 Km bei Dunkelheit
und Kälte auf Pilze!!!! Wie sich aber später herausstellte
kam sie gut an.
Ich war also alleine. Irgendwie war ich froh darüber. Na ja,
meine Eltern und mein Bruder waren noch im Haus, aber ich konnte mich
ja in mein Zimmer zurückziehen. Dennoch störte mich ihre
Anwesenheit. Es ist ein unangenehmes, komisches Gefühl wenn man
als Einziger im Haus auf Pilze ist. Man hat sich dann zu benehmen
und darf nicht stundenlang die Wand anstarren.
Nun machte ich mich ans Aufräumen. Alles brauchte Ordnung! Es
fiel mir schwer alles auf zu räumen, doch als ich es erledigt
hatte fühlte ich mich befriedigt.
Am liebsten hätte ich mich jetzt in mein Zimmer zurück gezogen,
mich in mein Bett gelegt und über alles nachgedacht, doch meine
Mutter bestand darauf dass ich die Kartoffeln schäle und die
Spülmaschine ausräume. Oh Gott! Ich hatte Angst dies nicht
zu schaffen, denn irgendwie bekam ich echt überhaupt nichts mehr
auf die Reihe. Außerdem hatte ich überhaupt keine Lust
auf die Gesellschaft der Anderen- wollte einfach nur alleine sein!
Doch ich merkte dass ich diese unangenehme Arbeit hinter mich bringen
musste. Also ging ich hoch und begann Kartoffeln zu schälen.
Auf Pilze Kartoffeln schälen! Ha ha! Dieses Gemüse schien
in meinen Händen zu verformen. Genau wie der Apfel vorher. Ich
wusste ich könnte mir jetzt in den Finger schneiden, könnte
meine ganze Hand abhacken- ich würde nichts merken! Doch die
Vernunft war noch da, also ging ich mit besonderer Vorsicht an dieses
Vorhaben dran. Ich gab mir wirkliche Mühe und ich schaffte es!
Dann noch das Lästige Ausräumen der Spülmaschine! Das
Besteck ließ sich verbiegen. Dies fand ich sehr amüsant.
Ich gab mir große Mühe alles richtig zu machen, normal
zu wirken und den anderen vernünftige Antworten zu geben, was
mir unglaublich schwer fiel.
Nun war es soweit: Ich war fertig. Endlich konnte ich mich in mein
geliebtes Bett legen. Als ich alleine war merkte ich auch dass die
Wirkung des Psilocybins so langsam seinen Ausklang fand. Dann fing
das viele Nachdenken an. Ich dachte über alles nach. Über
das Leben, über die Pilze, über meine Umwelt, über
viele Leute die ich kenne, über die Schule, den Alltag- Ich dachte
über mein ganzes Leben und mein Umfeld nach! Noch nie hatte ich
so tiefsinnige Gedanken! Ich war von alldem so berührt dass ich
am liebsten geweint hätte. Mir wurde so richtig bewusst wie wichtig
doch das Leben ist. Vor allem ist es aber wichtig ein gutes Leben
zu führen! Es ist wichtig einen guten Schulabschluss zu haben,
einen tollen Beruf zu bekommen, eine nette Familie zu gründen
und Ordnung zu halten. Man darf einfach nicht versiffen im Leben!
Dann hat man versagt und man darf einfach nicht versagen! Mir wurde
so vieles bewusst. Ich muss viel mehr lernen, muss gute Noten bekommen,
weniger Kiffen, ich muss mein Abitur schaffen!! Ich kann das gar nicht
alles beschreiben, was mir in diesem Moment klar wurde, doch seit
diesem Pilztrip denke ich über alles ganz anders nach. Der Alltag,
das Leben? was ist das eigentlich alles??? Ich weiss es nicht, doch
auf jeden fall ist es wichtig ein gutes Leben zu führen und nicht
auf die schiefe Bahn zu geraten!
Schließlich schlief ich ein. Meine Träume dieser Nacht
sind mir komplett entfallen. Den ganzen nächsten Tag über
verspürte leichtes Kopfweh und fühlte mich erschöpft.
Bestimmt habe ich in diesem Bericht das Meiste vergessen. Tatsache
ist dass man aus jedem Trip mit psychoaktiven Pilzen etwas lernt.
Jede Reise will einem etwas Bestimmtes sagen und klar machen. Man
sollte das ernst nehmen und sich daran halten.
Hoffentlich habe ich euch mit meinem Tripbericht nicht zu sehr langweilt.
Danke für's lesen.
Ich bin gespannt auf eure Antworten...