Es ist mir ein
Anliegen auch meine Erfahrungen, die ich mit Zauberpilzen
gesammelt habe, hier niederzuschreiben, da ich hoffe, dass so manch andere nicht
die gleichen Fehler machen wie ich besser gesagt wir. Ich bin relativ früh
mit Drogen konfrontiert worden, welch Wunder, ich habe 3 ältere Brüder.
Ebenso
früh begann ich diese zu konsumieren, begonnen hat das ganze mit den ach
so
harmlosen Zigaretten. Zu dem Zeitpunkt war ich 6 !! Jahre alt. Mit acht
hab
ich dann den Alkohol angetestet. Es folgte mit 11 der erste THC Konsum und
mit 14 machte ich vor der Chemie auch nicht mehr halt. Das klingt jetzt
vielleicht etwas extrem, doch mein Drogenkonsum war nicht regelmäßig,
darauf
achtete zum Glück mein älterer Bruder. Lange Rede, kurzer Sinn, im
Laufe der Zeit
stolperte ich auch über die Sagenumwobenen Magic Mushrooms. Voller
Begeisterung kauften sich mein bester Freund Jet und ich eine so genannte Pilzbox.
Ohne
Kenntnisse über die Wirkung der Pilze schauten wir Ihnen begeistert beim
Wachsen zu. Wir konnten zwar in Erfahrung bringen, dass die Pilze so ähnlich
wie
LSD wirken und das Gerüchten zufolge schon Zauberpilzkonsumenten hängen
geblieben sind. Das hielt uns aber trotzdem nicht davon ab sie gleich
nach der
ersten Ernte zu konsumieren. Zu diesem Zeitpunkt war ich 16, ich wusste nicht
dass die Wirkung dieser Pilze sehr von der Einstellung dazu, von der Umgebung
und vom eigenen Gemütszustand abhängt (Set und Setting). Wir waren
zu zweit
als wir das erste Mal Pilze zu uns nahmen. Keine Ahnung von Dosierung und
Wirkung schluckten wir sie nach längerem Kauen mit viel Überwindung
runter. Zu
dem Zeitpunkt wusste ich nicht, dass wir eine viel zu kleine Dosis genommen
hatten und ausserdem hatten wir uns etwas ganz anderes erwartet. Bis auf ein
leichtes Schwindelgefühl und Appetitlosigkeit blieb die Wirkung aus. Daraufhin
liessen wir es bleiben und ich vergass die Pilze wieder. 4 Jahre später,
nachdem ich wieder eine sehr lange und extreme Zeit mit der Chemie hinter mir
hatte stolperte ich über ein Buch von Paul Stamets Psilocybinhaltige
Pilze
der Welt Mit Begeisterung verschlang ich es und es folgten noch viele
weitere
Bücher. Ich legte mir wieder eine Pilzbox zu. Langsam begann ich zu verstehen
was es mit den Pilzen auf sich hat. Ich lernte sie zu schätzen und auch
mit
Ihnen umzugehen. Der zweite Pilztrip war daher umso gewaltiger, schöner
und
faszinierender. Wir waren diesmal zu dritt, meine Freundin Marion, mein bester
Freund Jet und ich. Wir legten die Pilze die wir vorhatten zu konsumieren
auf ein erhöhtes von uns bemaltes Holzbrett, welches sozusagen als Altar
aushalf. Dann würdigten wir die Pilze mit einem stillen Gedanken, jeder
für sich
und jeder auf Seine Weise. Danach dankten wir noch gemeinsam für das Geschenk,
dass wir bekommen hatten. Währendessen ich einen Pilztee nach einem Rezept
von Paul Stamets Frau (unten angeführt) zubereitete, vergemütlichten
die
anderen zwei unser Wohnzimmer. Nach einer Stunde war der Tee und die anderen
Vorbereitungen fertig und wir sassen in einem dunklen gemütlichen Raum
und
schlürften mit Genuss den Tee. Nach einer viertel Stunde verfielen Jet
und ich in
ein vertieftes Geschwätz, obwohl wir nicht wirklich wussten was wir redeten.
Zu
dem Zeitpunkt war Marion schon auf dem Weg, die wunderbaren und zugleich
wundersamen Erlebnisse eines Pilztrips zu geniessen. Ca. eine halbe Stunde
später war es auch bei mir soweit. Ich tauchte in eine Welt voll Farbe
und
Fantasie, Glück und Herausforderung ein. Unsere Trips waren so ausgiebig,
dass wir
manchmal nach Luft schnappen mussten um das Ganze zu bewältigen. Ich erreichte
irgendwann ein Plateau, auf dem ich eine bestimmte Zeitlang schwebte, wie
lang weis ich nicht mehr. Nach 4 Stunden begann die Wirkung nachzulassen und
wir kamen relativ gleichzeitig und sehr sanft wieder in unser gemütliches
Wohnzimmer zurück. Danach tauschten wir noch stundenlang unsere Trip-Erfahrungen
aus. Weitere Pilzreisen will ich nun nicht mehr beschreiben, ich hoffe nur das
Menschen die sich auf Pilze einlassen durch diese Geschichte verstehen wie
wichtig es ist die Pilze zu respektieren und zu würdigen, denn es steckt
einiges mehr in Ihnen als man glaubt.
Übrigens noch was! Pilze sind keine Droge zur Dauereinnahme (meine ich)
so
wie eigentlich jede Droge. Viele Jugendliche gehen mehrmals hintereinander auf
Pilztrip, lasst das bleiben, es hat keinen Sinn. Trefft euch zu besonderen
Anlässen und feiert ein Fest des Pilzes, aber höchstens 3-4 mal im
Jahr. (ich
mach es zumindest so und hab die Erfahrung gemacht, dass es am effizientesten
ist)
Give Peace a Chance!
Let the holy mushrooms grow!
Mfg dopertpoint
Das Pilzteerezept:
.) Kräutertee .) zwei Töpfe
.) Matètee .) Geschirrtuch
.) Zimt .) gew. Menge Pilze
.) ganze Nelken .) etwas Honig
.) Orangenstücke .) etwas Vanillezucker
Zutaten mit gewünschter Menge Wasser zu einem Tee aufkochen.
Pilze zerkleinert
in den zweiten Topf geben und den siedenden Tee durch ein
Geschirrtuch in den Topf giessen.
Auf kleiner Flamme
mindestens eine Stunde ziehen lassen. (Geschirrtuch auf
den Topf legen)
Auch Reste der Pilze mitessen.
Viel Spass beim Kochen und Reisen!
Vielen Dank für dein mail, liebe grüsse Zauberpilz!
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