Triperfahrungen

Ich bin auch einer der sich irgendwann mal auf das Psilocybin eingelassen hat und bis heute so machen Nacht auf seinem Bett lag, Musik hörte und die eindrücklichsten Erfahrungen machte.

Angefangen hat alles mit einem Buch „der Steppenwolf“ in dem ein fast 50 jähriger Mann dank der Wirkung (ich bin mir heute sicher es muss ein sakrale Gebetsdroge gewesen sein (vermutlich Meskalin)) seine Lebenslügen durchschaut und sich aus einer tiefen Lebenskrise befreien kann. Als ich anfing mit Psilocybin zu experimentieren war auch in einer psychischen Krise. Ich erhoffte mir aus den Trips Erkenntnisse über mich und mein wahres Befinden. Aus zahlreichen Erlebnissen möchte ich hier nur kurz eines schildern. Ich nahm ein Dosis von ca. 4 Gramm Trockenpilzen ein. Zusammen mit Schokolade auf nüchternen Magen. Mein Bruder war nicht zu hause und meine Eltern waren gerade zu Freunden gegangen um sich einen gemütlichen abend zu machen. Ich war froh das ganze Haus für mich zu haben, da so passieren konnte was wollte. Ich legte mich aufs Bett und wartet auf die Wirkung. Bereits nach einer halben Stunde setzte leichter Schwindel ein zusammen mit einer sanften sehr angenehmen Müdigkeit. Im verlauf der nächsten halben Stunde ergriff mich ein Rausch und wurde immer intensiver. In meinem praktisch ganz verdunklten Zimmer konnte ich geometrische Formen, Kugeln, Ebenen in allen Farben und grössen erkennen und mein Bewusstsein veränderte sich extrem. Ich nahm es tatsächlich als Bewusstseinserweiterung war. Plötzlich lagen mir alle möglichkeiten, wie man eben richtig Leben sollte offen da, es war nur eine Handbewegung sein Leben in einer ausgezeichneten Art und Weise zu führen. Die Musik die ich hörte verstand ich auf unglaubliche Art, alles stimmt in diesem Augenblick. Dann hörte ich plötzlich den song „The End“ von den Doors, es war unglaublich. Ich erlebte diesen Song mit all seinen Höhen und Tiefen. Besonders extrem war es all der Song gegen Ende wild wurde. Mir war als würde ein Sturm über mich hereinbrechen. Ich kauerte mich auf meinem Bett zusammen und klammerte die Decke fest. Angst schoss in mir hoch, plötzlich Panik. Sekunden kamen mir wie Ewigkeiten vor, dann plötzlich wurde der Song wieder ruhiger und mir wurde klar, dass ja doch alles nur Tip und nichts davon Realität war. Denn noch, ich war zwar in einem Rausch und es war alles nicht wirklich, dennoch befand ich mich in der Realität und auf einemal hatte ich schwere bedeken was diese Reisen in mein Inneres anging. Mir wurde plötzlich klar wie grosse auch die Gefahren sein können, die Gefahr nicht mehr zurück zu kehren. Aber meine Gedanken schweiften weiter. Etwas später ging ich aus meinem Zimmer. Das Haus war dunkel, kein Licht brannte. Ich fühlte mich wie ein Geist, der in seinem eigenen Schloss umging. Dann plötzlich war wieder diese eine Frage in mir, eine Frage die sich mir schon öfters auf meinen Reisen gestellt hatte. Die Frage nach Leben und Tod. Ich wahr plötzlich nahe daran zu verzweifeln, ich wollte sterben, oder vielleicht doch nicht, vielleicht wollte ich auch Leben, ich wusste es nicht. Ich ging auf den Dachboden. Hier stand mein Computer und ein TV. Ich machte kein Licht ich ging durch den Raum und öffnete das Fester. Ich stand auf den Sims und schaute hinaus. Es war kühle draussen, aber ich fror nicht. Ein seltsames Gefühl packte mich. Dieser Raum irgendetwas war nicht in Ordnung mit ihm. Ich wusste nicht was es war, aber da war ein seltsame Stimmung in diesem Raum. Ich fühlte mich irgendwie beobachtet. Dann wieder diese Frage, nach Leben und Tod. Ich Stand auf dem Sims, wusste ich könnte springen, es würde richtig sein, ich würde keinen Schmerz spüren. Das leben, das mich so unglücklich machte würde enden, es würde aufhören, alles würde besser sein. Dennoch war auch ein Gefühl in mir das mir Angst machte, Angst machte zu fallen, Angst von hinten gestossen zu werden von diesem Raum, der mich zu beobachten schien. Und auf einmal war mir, als wäre ich schon mal gestorben, nicht nur einem sondern schon oft. Ich trat zurück, schloss das Fenster und eilte aus dem Dachboden. Als ich die Tür erreichte und schon halb auf der Treppe stand drehte ich mich um. Und ganz plötzlich war die Erinnerung an diesem Alptraum aus meiner Kindheit wieder da. Das Bild das ich jetzt sah, entsprach absolut diesem Traum. Ich erinnerte mich plötzlich ganz klar an diesen Traum. Es war ein Verfolgungstraum, er spielte auch in diesem Dachboden, nur dass dieser Dachboden in diesem Traum ein altes Schloss war. Ich weiss noch, dass ich plötzlich Angst bekam in diesem Traum und zu rennen begann und kaum von der Stelle vorwärts kam und mich etwas verfolgte. Nur mit grösster Mühe erreichte ich die Tür und befand mich in meinem Haus, das ich nur zu gut kannte. Dann eben dieser Blick zurück, der die Erinnerung an diesen Traum hochkommen liess. Ich stand da und schaute zurück in den Dachboden, der mir pötzlich wieder wie dieses Schloss vorkam. Aber ich wusste, dass ich entkommen war, dass ich meine Angs bezwungen hatte und mich jetzt nicht mehr fürchten musste. Ich schrie in den Dachboden hinein: „ich bin dir für immer entkommen“ Dann drehte ich mich um und ging wieder in mein Zimmer, schloss mich ein und hörte weiter Musik. Langsam wurde ich wieder nüchtern, doch mir war absolut nicht wohl, die Pilze waren nicht gerade leicht verdaulich und psychisch fühlte ich mich mies. Am nächsten Tag hab ich noch mals lange über die Ereignisse nachgedacht, staunte darüber, dass ich mich fast aus dem Fenster gestürtzt hätte und einen Alptraum aus meiner Kindheit nochmals durchlebte. Das war eines von vielen sehr intersannten Erfahrungen mit Psilosybin Ich bin mir heute nicht mehr wirklich sicher, ob Psilocybin, LSD und Meskalin wirklich Dorgen sind oder nur Substanzen die den Menschen in einen anderen, viel mehr emotionalen Modus umschalten. Oft kamen Themen von Träumen in mir hoch die ich am Vortag hatte, oder ich konnte mich plötzlich wieder an Dinge aus meiner Kindheit erinnern, die ich sonst nicht präsent hatte. Auch wurde mir klar, dass in diesem Rausch Musik erlebt werden kann. Manchmal fühlte ich jeden Ton in mir, fühlte mich von der Musik gefesselt und kontrolliert. Einmal kam es sogar dazu, dass ich mit meinem Denken in mein Bewusstsein eindrang, so wie man in ein PC-Sytem einhackt konnte ich in mein Bewusstsein eindringen und auf meine Traumgenerierung zugreifen. Auf jeden Fall kam es mir so vor. Bald aber wurde ich von meinem eigenen Bewusstsein wieder verdrängt und kam mir irgendwie komisch vor. Ich hatte das Gefühl etwas verbotense getan zu haben. Letztlich möchte ich aber sagen, dass das Gefühl dieses Rausches nicht in Worte zu fassen ist. Auch kann man sich nicht konkret an das Gefühl erinnern. Man weiss zwar, dass es existiert, man weiss aber nicht mehr wie es sich genau anfühlt. Ist man wieder nüchtern, so bleibt bis auf das Wissen, dass man diese Dinge wirklich erlebt hat, alles in einem drinnen verborgen. Vielleicht ist das besser so....wer weiss....

Mit freundlichen Grüssen Mättu aus der Schweiz

Vielen Dank für das Niederschreiben Deines Erlebnisses...gruss Zauberpilz

Zauberpilz Website Menü | Erfahrungsberichte
Dokument drucken
zauberpilz@gmx.net