 |
Andere
Bezeichnungen
Astoriensis, Flying saucer mushroom, Ufopilz, Blue runners
Hut
3-10 cm breit, kegelig bis gewölbt, später flach gewölbt,
im Alter schliesslich abflachend mit einem deutlichen, dauerhaft vorhandenen,
breiten Buckel; Oberfläche glatt, in feuchtem Zustand klebrig, von
abziehbarer Gallerhaut bedeckt; kastanienbraun bis ockergelb-braun.
Lamellen
Am Ansatz aufsteigend, ausgebuchtet bis angewachsen. Fleckig, braun, häufig
an verletzten Stellen indigoschwarz gefleckt. Dicht zusammenstehend, mit
zwei Schichten Zwischenlamellen. Lamellenschneiden weisslich. Sporenabdruck
bei grossen Mengen dunkel purpurbraun bis purpurschwarz.
Fleisch
Fleisch verfärbt sich segr schnell blau, wird dann dunkler, bis es
einen tiefblauen Farbton annimmt, und ist schliesslich indigoblau, fast
schwarz.
Stiel
9-20 cm lang und 3-6 mm dick, seidigweiss, zum Stielgrund unten dicker
werdend, häufig gekrümmt, mit charakteristischen groben, weissen,
an Druckstellen stark blauenden Myzelbüscheln umgeben, die häufig
himmelblau gefärbt sind und in Kombination mit dichten, dicken, seidigweissen
Rhizomorphen vorkommen, welche sich kaum von Holzstücken oder totem
Gras ablösen lassen. Vom weissen, schleierartigen Velum bleibt am
oberen Stielabschnitt häufig eine gefaserte Ringzone zurück.
Extrem bitterer Geschmack. Geruchlos bis leicht mehliger Geruch.
Sporen
Sporenpulver dunkel purpurschwarz. Sporen elliptisch,
9 - 13.5 x 5 - 8 µm; Basidien viersporig. Bild
Vorkommen, Standort & Verbreitung
Dieser Pilz wurde zum ersten mal bei Astoria (Oregon, USA) entdeckt, worauf
man ihn "Psilocybe astoriensis" nannte. Erst später bekam
er wegen der bei Verletzung auftretenden, azurblauen Färbung seinen
botanisch korrekten Namen "Psilocybe azurescens". Er wächst
mit Vorliebe in sehr feuchter Umgebung, bei mäßiger Temperatur
auf Holzresten.
Psychoaktivität
Sehr hoch
Trockenmasse : 1.78% Psilocybin, 0.38% Psilocin, 0.35% Baeocystin
(Stamets & Gartz 1995)
Fotos
Weitere Fotos findest du hier |