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Der schwache Bruder in dieser Reihe der Pilzprofile ist
der Panaeolus subbalteatus, welcher jedoch sehr leicht zu finden ist.
Die deutsche Bezeichnung verdankt dieser Pilz einer dunklen Stelle am
äusseren Rand des Hutes.
Geschichte
In der Vergangenheit wurden Dunkelrandige Düngerlinge häufig
mit den in freier Natur wachsenden eßbaren Champignons verwechselt.
1816 glaubte ein armer Londoner, auf eine Gruppe Champignons (Agaricus
bisporus ) im Hyde Park gestoßen zu sein. Der Mann sammelte die
Pilze und aß sie auf. Es wurde jedoch nicht nur sein Hunger gestillt;
nach dem Verzehr wurde ihm schwer zumute. Sein Blickfeld war neblig verschleiert,
ihm wurde schwindelig, er hatte ein leichtes Gefühl im Kopf und wußte
nicht mehr, wo er war. Nach einigen Stunden verschwanden die Symptome.
1970 fand in Leipzig ebenfalls eine Verwechslung mit eßbaren Pilzen
statt, die zu einem mehrere Stunden anhaltenden Rausch führte, wobei
sich die Fruchtkörper im Strohbett von Zuchtpilzen angesiedelt hatten.
Hut
3-6 cm breit, rotbräunlich, bei Nässe (hygrophan) schnell vom Scheitel
her ausblassend, dabei bleibt lange ein brauner, nasser Hutrand erhalten.
Lamellen
gescheckt, schwarz durch unterschiedlich schnell reifende Sporen (Unterschied
zum inaktiven Heudüngerling: brauch gescheckt), kurz angeheftet, gedrängt
stehend.
Fleisch
hutfarben, dünn, milder Geschmack.
Stiel
fleischbräunlich, gänzlich mit hellem Reif bedeckt.
Sporen
olivschwärzlich, fast zitronenförmig, glatt, 12-14 x 8-9 µm, der
Sporenstaub ist schwarz.
Vorkommen
direkt auf Mist und noch häufiger auf Kompost aus Mistmischungen
oder auf gedüngten Feldern und Wiesen, oft zusammen mit anderen Düngerlingen.
Nur sehr selten treten bläuliche Flecken auf den Hüten oder an der Stielbasis
auf. Oft Signifikant ist das büschelige Wachstum und die im Alter flachen
Hüte. Kommt vom Mai bis Oktober lokal häufig vor, sonst zerstreut. Kommt
in allen Weltteilen vor, wurden sogar auf Hawaii gefunden.
Psychoaktivität
Enthält einen niedrigen Prozentsatz an Psilocybin. Die Stärke
ist bei dieser Sorte sehr unterschiedlich. Es wurde bei dieser Art kein
Psilocin gefunden. Sie sind im allgemeinen schwächer als die der europäischen
Psilocybe-Arten.
Sie enthalten ca. 0,08-0,7% Psilocybin und 0,05-0,46% Baeocystin, bezogen
auf die Trockenmasse. Stijve fand nur rund 0,1% Psilocybin und sehr wenig
Baeocystin. Pilze aus dem pazifischen Nordwesten der USA enthielten dagegen
0,16-0,65% Psilocybin.
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