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Weitere Bezeichnungen
Blauender Düngerling, Copelandia cyanescens, Copelandia papilionacea,
Copelandia westii,Copelandia papilonacea, Campanularius anomalus, Jambur
Vorkommen:
Der Pilz gedeiht in den warmen Zonen beider Hemisphären, vereinzelt
bis zahlreich auf Mist, auf gut gedüngtem Boden, grasigen Gebieten,
Wiesenland oder auf Weidegebieten vor. Ursprünglich eine subtropische
Art, die jedoch vereinzelt auch in Südeuropa bis Ungarn beobachtet
wird. Fundberichte gibt es aus Hawaii, Mexiko, Java, Bali und Südfrankreich.
Erntezeit ist von September bis Oktober.
Hut:
15 bis 40 mm breit, halbkugelig bis glockenfoermig zu konvex oder ausgedehnt
konvex bei der Reife. Die Hutfarbe ist zuerst leichtbraun. Sie wird beim
Trocknen blassgrau, bis sie schliesslich blass weiss wird, oft ist der
Hut auch mit Sporen bedeckt.Die Farben sind, wie bei allen Düngerlingen,
sehr veränderlich und variieren von dunkelbraun bis hin zu hellgrau.
Der Hut ist weder hygrophan noch schmierig. Der Rand ist anfänglich
leicht lichtdurchlässig gestreift, wenn er nass ist, und undurchsichtig,
wenn er trocken ist.
Lamellen:
Die Lamellen sind engstehend, duenn, mit 2 oder 3 Reihen dazwischentretender
Lamellen und gräulich-schwarz. Sie sind zur Sporenreife gesprenkelt.
An den Lamellenflaechen kommen gefaerbte, spitze, dickwandige und seitliche
Zystidien vor. Die Blaetter sind hinten angewachsen.
Fleisch:
dem Boden zu leichtbraun gefärbt. Das Fleisch wird machmal blau,
wenn es gequetscht wird. Ein teilweises Velum fehlt. Die Fruchtkoerper
werden im Alter bläulich.
Stiel:
Der Stamm ist 85-120mm lang, 15-30mm dick, gerade und knollig an der Basis,
röhrenförmig. Der Stiel ist weissgrau, dünn und brüchig.
Sporen:
Der Sporenabdruck ist dunkelviolett bis schwarz. Die Sporen sind zitronenfoermig,
glattund messen 11-16 x 9-12 mcm. Die ziemlich breiten, deutlich abgeflachten
Sporen tragen einen breiten Keimporus. Die Masse werden von J. Gartz auch
mit 11-14(15)x8-11 x 6,5-8 mcm angegeben.
Psychoaktivität:
gemessen wurden um die 0,8% Psilocybin und 1,2% Psilocin (vielleicht
haben hier aber auch das Serotonin und seine Derivate den letzteren Wert
etwas nach oben verfälscht.)
Allgemeines:
Der Pilz wird auf Bali als Halluzinogen an Fremde verkauft. Er wird dort
auf Kuh- oder Büffelmist aufgezogen, und bei Festlichkeiten eingenommen
- frisch oder getrocknet. Diese auf Kuhfladen, Büffeldung oder auf
Pferdemist gedeihenden Pilze wachsen in der Regenzeit überall auf
Java und Bali. Das Zentrum des Pilzessens auf Java ist die Gegend um Yogyakarta,
die alte Sultanstadt bei Borodur. Die Batikkünstler jedenfalls essen
diese Zauberpilze, um Inspirationen für ihre Kunstwerke zu bekommen
und um Visionen zu sehen. Auf der Insel Bali werden ebenfalls solche Pilzplastiken
hergestellt. Gelegentlich werden die Opferbales der Tempelbezirke damit
geschmückt. Ein einheimischer Pilzkult ist bisher nicht bekannnt
geworden, obwohl alle Balinesen von den Pilzen wissen.
zu den Photos
Links
Panaeolus
cyanescens FAQ (Shroomery)
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